Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für den Schutz von Asylsuchenden, Vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für Respekt, Offenheit und Toleranz gegenüber Flüchtlingen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Verwirklichung der Grund- und Menschenrechte.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention.

Kategorie: Allgemein

Gemeinsames Kochen und Bemalen von Masken

Am Mittwoch, 23. Oktober 2019, fand im Bistro ein Kunstprojekt mit dem Thema Masken statt.  Bevor es jedoch mit dem Malen losging, wurde über den Mittag Ribel zubereitet, um die Wartezeit zwischen dem Deutschkurs und dem Projekt zu nutzen. So konnten wir den Asylsuchenden, die sonst immer selbst verschiedenste kulinarische Leckereien zubereiten, eine Liechtensteiner Spezialität näherbringen. Das gemeinsame Kochen gestaltete sich als eine willkommene Abwechslung und das Mittagessen hat allen geschmeckt.

Danach begann das Kunstprojekt, geleitet von Stefan Rohner. Verschiedene Masken, schwarze Farbe und Pinsel wurden ausgeteilt und die Teilnehmenden konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Masken die dabei entstanden sind, sind kleine Kunstwerke, die besonders dann eine Geschichte erzählen, wenn der Schaffende sie selbst trägt.

Die Ergebnisse des Maskenprojekts werden am 29. November  2019, um 19.00 Uhr,  im Gasometer in Triesen für die Öffentlichkeit bei einer Vernissage ausgestellt.

 

Text: Lea Zorc (Praktikantin)

Bistro on the run

Wer in den letzten Wochen und Monaten den Wochenmarkt in Balzers besucht hat, der hat sicherlich einen kleinen, grünen Wohnwagen entdeckt, bei dem man gemütlich für Kaffee und Kuchen verweilen oder exotische Leckereien probieren kann. Dieser Wohnwagen ist das von Manuela Bazzana geleitete Pilot-Projekt „Bistro on the run“, mit dem Ziel, einen Begegnungsort für Geflüchtete und Beheimatete zu schaffen.

 

 

Arbeitet man nicht direkt mit Flüchtlingen, hat kaum ein Liechtensteiner etwas mit ihnen zu tun. Dabei wäre ein Austausch dieser zwei Lebenswelten für beide von Vorteil. Vorurteile und Ängste sind hartnäckig und lassen sich nur schwer vertreiben – zumindest dann, wenn es keinen zwischenmenschlichen Kontakt und Austausch gibt. Genau da setzt das „Bistro on the run“ an, es schafft einen Ort der alltäglichen Begegnung, in dem das Kennenlernen leicht fällt. Essen und Kochen bilden eine ideale Grundlage, um in eine andere Kultur hineinzuschnuppern und diese kennenzulernen. Für die Asylsuchenden, die oftmals am Mangel an Sozialkontakten leiden, ist diese Begegnung eine Chance persönliche Kontakte zu knüpfen, die später zu sozialen Beziehungen heranwachsen können. Die wöchentliche Teilnahme an diesem Projekt reisst sie nicht nur aus ihren teilweise isolierten Leben heraus, sondern schafft gleichzeitig eine geordnete Tagesstruktur und dient zur individuellen Förderung, persönlichen Orientierung und besseren Selbsteinschätzung ihres Könnens.

Manuela Bazzana, die über die entsprechende Grundlagen in Führung, Agogik und Gastronomie verfügt, macht die Entstehung eines geschützten Raumes für die Geflüchteten, in dem sie einer Arbeit nachgehen, kreativ sein und gleichzeitig ihre sprachlichen Kompetenzen verbessern können möglich. Dabei gibt es unterschiedliche Tätigkeiten, die von der künstlerischen Gestaltung der Getränkekarte und Flyers über den allgemeinen Service und die Arbeit in der Küche bis hin zu administrativen Aufgaben, beispielsweise Planung und Preiskalkulation, reichen. Geflüchtete sind hier nicht nur Asylsuchende sondern Mitgestalter und Mitgestalterinnen, Gastgeber und Gastgeberinnen. Sie können sich mit den Einheimischen auf Augenhöhe austauschen.

Das Projekt startete im April und endet nach der Wochenmarkt-Saison 2019 im November, pausiert wurde nur in den Sommerschulferien.  In dieser Zeit war und ist das „Bistro on the run“ nicht nur ein kulinarisches Freizeit- und Beschäftgiungsprogramm, sondern hat auch die Aufgabe, die Integration zu erleichtern und die unsichtbare Barriere zwischen Geflüchteten und Beheimateten niederzureissen.

Nachfolgend noch ein paar Impressionen des Bistro on the run am Balzner Wochenmarkt:

Text: Lea Zorc (Praktikantin)

Good times Camp 2019

Ein paar eingefangene Video-Impressionen anlässlich des Good times Camp 2019, an welchem auch Jugendliche der Flüchtlingshilfe teilnahmen und dabei viel Spass hatten!

Ausstellung F L U C H T

Im Völkermuseum St.Gallen

Auf den Spuren von Flüchtlingen.

Täglich erreichen uns Bilder von Menschen, die auf tragische Weise ihr Leben auf der Flucht verloren haben.

Doch was bedeutet es, die eigene Wohnung, Arbeit, Familie und Heimat zu verlassen? In der Ausstellung „Flucht“ können die Besucher den Spuren von Betroffenen nachgehen und erahnen, was es heisst, auf der Flucht zu sein.

Hayat Hamid ist mit ihren zwei Kindern und der Schwiegermutter vor den schrecklichen Kriegsereignissen, der ständigen Bombardierung und Verfolgung aus Syrien ins Nachbarland Libanon geflohen. Mitnehmen konnten sie nur einige Kleider. «Wir mussten durch schlammige Felder waten und durchs Gestrüpp kriechen, bis wir uns über die Grenze in Sicherheit bringen konnten.» Die Hamids hatten Glück und sind bei entfernten Verwandten untergekommen. Seit Jahren lebt die Familie nun in deren Garage. Sie teilen alles: karges Essen, verschmutztes Wasser und den selten verfügbaren Strom. Doch nun sind die Ersparnisse beider Familien aufgebraucht, und sie sind dringend auf internationale Hilfe angewiesen. Hayat Hamid ist eine fiktive Person, doch Schicksale wie ihres gibt es in der Realität nicht nur zu Tausenden, sondern zu Millionen.

Über 70.8 Millionen Menschen auf der Flucht

Zurzeit sind weltweit über 70.8 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der Vertriebenen nie mehr so hoch. Die Ausstellung «Flucht» beleuchtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und lässt die Besucher anhand typischer Biografien die schwierigen und strapaziösen Wege von Flüchtlingen oder Flüchtlingsfamilien begehen. So erfahren die Museumsgäste, wie man nach einer langen und gefährlichen Reise einen Ort erreicht, an dem niemand auf einen gewartet hat. An dem man nicht die gleiche Sprache spricht und sich nicht zu Hause fühlt. Einen Ort, an dem man alleine in der Fremde lebt; in den man gleichwohl alle Hoffnungen setzt. Wie die Vertriebenen durchlaufen die Besucher verschiedenste Stationen der Flucht. Sie sitzen im gleichen Boot und werden durch Film-Aufnahmen vom Regisseur Mano Khalil – einst selber Flüchtling – Zeuge der anstrengenden und gefährlichen Reise. Sie erfahren, wer in der Schweiz und in anderen Ländern Flüchtlingsschutz erhält und wer nicht. Zudem lernen die Besucher die internationale Hilfe kennen, auf die mehr als 90 Prozent aller Flüchtlinge weltweit angewiesen sind und erfahren, wie das Asylverfahren in der Schweiz funktioniert. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Eidgenössischen Migrationskommission EKM, dem Staatssekretariat für Migration SEM, dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen UNHCR, und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA. Neben dem Schicksal der Flüchtlinge behandelt sie Themen wie Fluchtbewegungen aufgrund Klimawandel sowie Fragen zur kulturellen Vielfalt, zur Identität und zur Chance durch Integration.

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60PLUS Interview mit Norbert Hemmerle

Der Präsident der Flüchtlingshilfe Liechtenstein stellt sich den Fragen von 60PLUS, um konkret etwas mehr über die Flüchtlinge in Liechtenstein zu erfahren, sozusagen um „Licht ins Dunkel“ zu bringen.

60Plus dez18