Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für den Schutz von Asylsuchenden, Vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für Respekt, Offenheit und Toleranz gegenüber Flüchtlingen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Verwirklichung der Grund- und Menschenrechte.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention.

Der Globale Pakt für Flüchtlinge

Quelle: UNHCR.de    ( Globaler Pakt für Flüchtlinge ganzer Text auf deutsch)

Am 17. Dezember 2018 hat die UN-Generalversammlung in New York den Globalen Pakt für Flüchtlinge angenommen.

Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung wird der Flüchtlingsschutz in lang andauernden und in neuen Flüchtlingssituationen verbessert und außerdem diejenigen Länder, die bereits viele Flüchtlinge aufgenommen haben, mehr unterstützt.

Der Globale Pakt für Flüchtlinge wurde als Teil der diesjährigen UNHCR-Resolution angenommen. Er baut auf bestehendem internationalem Flüchtlingsrecht auf, vor allem auf der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951. Der Pakt ist rechtlich nicht bindend, sondern ist eine Blaupause zur Förderung internationaler Zusammenarbeit im Flüchtlingsschutz.

Der Pakt besteht aus zwei Teilen:

Dem umfassenden Rahmenplan für Flüchtlingshilfemaßnahmen (CRRF), dem die Mitgliedstaaten durch die New Yorker Erklärung bereits zugestimmt haben, ergänzt durch eine Präambel und eine Schlussbemerkung.

Dem Aktionsprogramm (Programme of Action), das auf bewährte Praktiken aus der ganzen Welt zurückgreift und konkrete Handlungsweisen festlegt, die von den UN-Mitgliedsstaaten und anderen Ländern zur Umsetzung der Prinzipien aus der New Yorker Erklärung ergriffen werden müssen. Das Aktionsprogramm bildet eine Blaupause, die sicherstellen soll, dass Flüchtlinge einen besseren Zugang zu Gesundheit und Bildung bekommen, die Möglichkeit erhalten, ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten zu können und von Anfang an in ihre Aufnahmegemeinschaften inkludiert werden. Es zeigt ausserdem konkrete Wege auf, wie Aufnahmeländer besser unterstützt werden können. Dazu gehören unter anderem eine Ausweitung von humanitären Aufnahmeprogrammen oder die Bereitstellung von ExpertInnen und Fachwissen.

Der Globale Pakt für Flüchtlinge verfolgt die folgenden vier zentralen Ziele:

  • Den Druck auf die Aufnahmeländer mindern.
  • Die Eigenständigkeit und Widerstandsfähigkeit von Flüchtlingen fördern.
  • Den Zugang zu Resettlement und anderen humanitären Aufnahmeprogrammen in Drittstaaten ausweiten.
  • Die Bedingungen fördern, die eine Rückkehr in das Heimatland in Sicherheit und Würde ermöglichen.