Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für den Schutz von Asylsuchenden, Vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für Respekt, Offenheit und Toleranz gegenüber Flüchtlingen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Verwirklichung der Grund- und Menschenrechte.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention.

News

Aktuelle Informationen zur Betreuung

Per Dienstag, 15. Mai 2018 befinden sich 130 Personen in der Betreuung der Flüchtlingshilfe Liechtenstein, davon 36 Frauen, 57  Männer und 37 Kinder.

Derzeit befindet sich 1 unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender (UMA) in Liechtenstein, welcher vom Verein für betreutes Wohnen VBW betreut wird.

Seit Beginn 2018 verzeichnen wir  bis am 15. Mai 2018 bereits 81 Eintritte (z.T. Zweiteintritte) aus folgenden Staaten:

Serbien 29        x
Weissrussland 11
Mazedonien 10        x
Georgien 8          x
Algerien 5          x
Ukraine 5
Aegypten 3
Marokko 3         x
Nigeria 3
Bosnien-Herzegowina 1         x
Libyen 1
Pakistan 1
Tunesien 1         x

x  sicheres Herkunftsland

 

Mehr Informationen unter News/Statistiken

 

Am 17. Januar 2017 trafen  die ersten 10 Personen von insgesamt 43 aus dem europäischen Relocation-Programm in Liechtenstein ein. 9 von 10 Personen wurden mittlerweile als Flüchtlinge anerkannt und erhielten somit einen Aufenthaltsstatus „B“ in Liechtenstein. Da sie noch keine wirtschaftliche Unabhängigkeit erreichten, wechselt die Betreuung zum Amt für Soziale Dienste. Eine Person erhielt als Vorläufig Aufgenommene den Status „F“ .

Die zusätzlichen 26 syrischen Flüchtlinge aus dem Resettlement-Programm im Jahr 2015 wurden gemeinsam von der Flüchtlingshilfe, dem Amt für Soziale Dienste sowie dem Ausländer- und Passamt betreut und sind in diesen Statistiken nicht aufgeführt.

 

65 Mio. Menschen auf der Flucht!

70 Jahre Flucht – Flüchtlingsbewegungen seit 1945“ zeigt die nachdenkliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte auf (Video).

Derzeit befinden sich nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR weltweit bereits knapp 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Besonders alarmierend: Unter den Flüchtlingen befinden sich immer mehr Kinder. Es sind Menschen, die vor Bürgerkriegen fliehen, vertrieben wurden oder der Armut entkommen wollen. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren noch nie so viele Menschen gleichzeitig auf der Flucht.

Auseinandersetzungen zwischen dem syrischen Machthaber und der Opposition, der IS-Terror in Syrien und im Irak, der Bürgerkrieg in Somalia sowie massive Menschenrechtsverbrechen in Eritrea sowie weitere Krisenherde zwingen derzeit Tausende Menschen zur Flucht. Die meisten von ihnen bleiben innerhalb ihres Heimatlandes oder fliehen ins Nachbarland. Die grösste Last der Konflikte in Syrien und dem Irak tragen deshalb die angrenzenden Staaten: Millionen Menschen sind in die Türkei und den Libanon geflüchtet und leben dort zumeist in riesigen Lagern mit Zelten und anderen Provisorien unter zum Teil katastrophalen Bedingungen. Aber auch in Jordanien und Ägypten haben viele Menschen aus Syrien Schutz gefunden. Hunderttausende haben sich im letzten Jahr auf den Weg nach Europa gemacht. Bis Ende 2015 sind mehr als eine Million Flüchtlinge in Deutschland eingetroffen. Die sogenannte Balkanroute nach Westeuropa ist seit Mitte März 2016 aber praktisch gesperrt.

Die Unterschlupf gewährenden Länder sind am Limit. Die Vereinten Nationen appellieren deshalb an die Staaten in der Welt, einen Teil der Last zu übernehmen. Das Ziel: Reichere Staaten sollen sich dazu bereit erklären, bis zum Ende des Jahres 2018 etwa 480’000 Menschen aufzunehmen. Im Fokus sind dabei besonders Hilfsbedürftige – Verletzte und Kranke.

 

 

 

Aufruf an Arbeitgeber

Asylsuchende sollen in Liechtenstein einer bezahlten Arbeit nachgehen (Arbeitsbewilligung).

Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein legt ein besonderes Augenmerk auf die Integration der betreuten Personen in den Arbeitsmarkt. Allerdings gibt es in Liechtenstein zurzeit sehr wenige Arbeitsangebote für Asylsuchende. Wir rufen deshalb Arbeitgeber, welchen einen  entsprechende Bedarf haben, auf, sich bei der Flüchtlingshilfe zu melden.

Für betreute Personen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und keine Betreuungspflichten haben, bietet die Flüchtlingshilfe ein Beschäftigungsprogramm an. Im Rahmen der sogenannten „Nachbarschaftshilfe“ vermittelt die Flüchtlingshilfe auf Anfrage Asylsuchende z.B. für Arbeiten im Haushalt oder für Umgebungs- und Gartenarbeiten. Wir nehmen entsprechende Beschäftigungsangebote von Gemeinden, Organisationen und Privatpersonen gerne entgegen.

„Flüchtlingskrise“ oder historische Normalität?

Wanderungsbewegungen – sei dies nun aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen, Naturkatastrophen oder einfach auf der Suche nach einem besseren Leben – gab und gibt es seit Menschengedenken.

Dr.Martina Sochin d’Elia  „Flüchtlingskrise“ oder historische Normalität

Was wir im Moment benötigen

Wenn Sie das unten aufgeführte Material – oder generell Material – zur Verfügung stellen möchten, nehmen Sie unbedingt vorher mit uns Kontakt auf. Für uns am einfachsten per mail an:  info@fluechtlingshilfe.li. Wir haben keine Lagermöglichkeiten und können somit leider nur im aktuellen Bedarfsfall Material entgegennehmen.

November 2018:

  • kleine Wohnungen (auch möbliert) zum Mieten (für anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel B in Liechtenstein) bis ca. CHF 1000.- inkl. (werden vom Amt für Soziale Dienste monatlich bezahlt)
  • Windeln (Neugeborenes)

 

Wohnungssituation:

Wenn Personen einen positiven Entscheid im Asylverfahren erhalten, wird ihnen der Flüchtlingsstatus zuerkannt (sie sind anerkannte Flüchtlinge). Sie erhalten somit einen Aufenthaltstitel B in Liechtenstein und wechseln die Betreuung von der Flüchtlingshilfe Liechtenstein zum Amt für Soziale Dienste, sofern sie wirtschaftlich nicht unabhängig sind. In diesem Fall übernimmt das Amt für Soziale Dienste die Wohnungsmiete.

Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein unterhält in der Regel keine Mietwohnungen, unterstützt die Personen aber beim Betreuungs- bzw. Wohnungswechsel im Auftrag und in Absprache mit dem Amt für Soziale Dienste.