Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für den Schutz von Asylsuchenden, Vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein steht ein für Respekt, Offenheit und Toleranz gegenüber Flüchtlingen und Schutzbedürftigen.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Verwirklichung der Grund- und Menschenrechte.
Die Flüchtlingshilfe Liechtenstein setzt sich ein für die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention.

65 Mio. Menschen auf der Flucht!

70 Jahre Flucht – Flüchtlingsbewegungen seit 1945“ zeigt die nachdenkliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte auf (Video).

Derzeit befinden sich nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR weltweit bereits knapp 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Besonders alarmierend: Unter den Flüchtlingen befinden sich immer mehr Kinder. Es sind Menschen, die vor Bürgerkriegen fliehen, vertrieben wurden oder der Armut entkommen wollen. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren noch nie so viele Menschen gleichzeitig auf der Flucht.

Auseinandersetzungen zwischen dem syrischen Machthaber und der Opposition, der IS-Terror in Syrien und im Irak, der Bürgerkrieg in Somalia sowie massive Menschenrechtsverbrechen in Eritrea sowie weitere Krisenherde zwingen derzeit Tausende Menschen zur Flucht. Die meisten von ihnen bleiben innerhalb ihres Heimatlandes oder fliehen ins Nachbarland. Die grösste Last der Konflikte in Syrien und dem Irak tragen deshalb die angrenzenden Staaten: Millionen Menschen sind in die Türkei und den Libanon geflüchtet und leben dort zumeist in riesigen Lagern mit Zelten und anderen Provisorien unter zum Teil katastrophalen Bedingungen. Aber auch in Jordanien und Ägypten haben viele Menschen aus Syrien Schutz gefunden. Hunderttausende haben sich im letzten Jahr auf den Weg nach Europa gemacht. Bis Ende 2015 sind mehr als eine Million Flüchtlinge in Deutschland eingetroffen. Die sogenannte Balkanroute nach Westeuropa ist seit Mitte März 2016 aber praktisch gesperrt.

Die Unterschlupf gewährenden Länder sind am Limit. Die Vereinten Nationen appellieren deshalb an die Staaten in der Welt, einen Teil der Last zu übernehmen. Das Ziel: Reichere Staaten sollen sich dazu bereit erklären, bis zum Ende des Jahres 2018 etwa 480’000 Menschen aufzunehmen. Im Fokus sind dabei besonders Hilfsbedürftige – Verletzte und Kranke.